“Brighter Photos For Your Blog”: Exkurs People-Fotografie (Indoor)

Mittwoch, 6. Januar 2016 • Kasia
In meinem Blogger ABC Gastpost auf Madison Coco habe ich euch bereits Tipps vorgestellt, die euch helfen sollen, hellere und strahlendere (Produkt)-Bilder für euren Blog zu schießen! Diese Tipps lassen sich natürlich auch auf die People-Fotografie übertragen, welche ich euch gerne erst einmal in diesem Post anhand der Indoor-Fotografie erklären möchte J!

Exkurs People-Fotografie (Indoor): Licht

Wie auch bei der Produktfotografie, ist das Licht beim Fotografieren mit am wichtigsten.  Ihr benötigt demnach „gutes Licht“! Schaut euch in eurer Wohnung bzw. in eurem Zimmer einfach einmal um. Stellt euch zur allererst folgende Frage: Wo habe ich das beste Licht? Meistens habt ihr nämlich dort, wo ihr eventuell einen super Hintergrund für eure Fotos hättet eben kein gutes Licht. Doch was ist denn nun gutes Licht? Gutes Licht ist unser „natürliches Licht“, nämlich das Tageslicht, welches leider in den kälteren Wintermonaten recht rar ist. Nichtsdestotrotz benötigt ihr eine Lichtquelle! Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich hierbei um ein Dachfenster oder um eine Balkontür handelt. Bei solchen Fenstern habt ihr ein schönes direktes Licht, welches wie Striplights aussieht, wenn sich kein weiteres Fenster ebenfalls links oder rechts befindet. Davon abgesehen: Fensterlicht fällt richtig schön gleichmäßig (quasi Softbox-artig) auf euer Model/eure Person.





Exkurs People-Fotografie (Indoor): Ausrichtung des Models

Fotografiert MIT eurem Lichteinfall und NICHT gegen eure Lichtquelle! D.h., wenn euer Model am Fenster steht, fotografiert von draußen ins Innere eurer Wohnung. Demnach stellt euch (falls möglich) raus auf die Terrasse oder euren Balkon (ihr steht somit mit dem Rücken zu eurer Lichtquelle) und fotografiert in die gleiche Richtung wie auch euer Licht fällt! So schöpft ihr das vorhandene Fensterlicht bestmöglich aus und vermeidet unschöne Schatten im Gesicht des Models. Bei der unteren Aufnahme fotografiere ich durch eine Terrassen-Tür und habe dadurch noch tolle Spiegelungen im Bild!


Exkurs People-Fotografie (Indoor): Reflekoren

Nicht nur die Ausrichtung des Objekts kann wahre Wunder bewirken. Falls ihr also verhindert seid, mit eurem Lichteinfall zu fotografieren, so können als kleines Requisit ebenfalls Reflektoren dienen. Mit Hilfe eines Reflekors könnt ihr euer Licht auffangen und es auf euer Model lenken. Somit werft ihr euer Licht zurück auf euer Motiv und so verschwinden folglich unschöne Schatten im Gesicht, die Personen womöglich sogar älter aussehen lassen können als sie eigentlich sind! Ihr könnt mit einem Reflektor entweder euer Licht von draußen nach Innen verstärken, von unten aufhellen oder es etwas seitlich einsetzen. Da könnt ihr euch echt kreativ austoben, vieles ist schließlich Geschmackssache! Dieses Portrait ist z.B. zwischen zwei nebeneinander liegenden Fenstern entstanden. Das Licht kommt sowohl von links als auch von vorne! Zudem wurde zusätzlich mit einem Reflektor das von vorne einfallende Licht verstärkt J!



Kleiner Tipp für die Outdoor-Fotografie: Fotografiert nicht in der prallen Mittagssonne, sondern sucht euch ein schönes schattiges Plätzchen. Falls das nicht möglich ist, dann könnt ihr einen Reflektor auch super dafür nutzen, um dieses direkte Sonnenlicht vom Motiv abzuhalten ;)!

Exkurs People-Fotografie (Indoor):  Kameraeinstellungen und Objektivwahl

Bei relativ schlechten Lichtverhältnissen bzw. bei Indoor-Aufnahmen empfiehlt es sich sehr, offenblendig zu fotografieren. Warum? Je offener die Blende, desto mehr Licht kann bei eurer Kamera auf den Sensor fallen. In recht dunklen bzw. geschlossenen Räumen benötigt ihr somit einfach ein lichtstarkes Objektiv. Objektive, die eine tolle Abbildungsqualität und gleichzeitig als besonders lichtstark gelten, sind Festbrennweiten. Lichtstark bedeutet, dass sie ihre Blende sehr weit öffnen können. Je mehr man die Blende öffnet (also je kleiner der Zahlenwert), desto mehr kann man im Bild mit Schärfe und Unschärfe spielen. Super, oder? Wenn der Hintergrund etwas Unschärfe aufweist, sieht man somit nicht direkt alles, was sich sonst noch so alles im Zimmer bzw. in der Wohnung befindet.
Ein günstiges Allround-Talent ist für den Anfang die 50 mm 1.8 Festbrennweite (sie liegt preislich bei unter 100Euro!) Wer sich für eine kleine Review interessiert, der kann sich diese sehr gerne hier durchlesen!









Habt ihr noch offene Fragen? 
Möchtet ihr im nächsten Beitrag mehr zur Outdoor-Fotografie oder lieber mehr technisches Basiswissen (der Zusammenhang von Blende, ISO und Belichtungszeit) erfahren?
Wer sich für die technischen Daten meiner Portrait-Aufnahmen interessiert, der kann gerne einmal auf meinem 500px-Account vorbeischauen. Ich mache kein Geheimnis aus meinen Kamera-Einstellungen!




8 Kommentare

7. Januar 2016 um 13:56

Sehr schöne Tipps :)
Reflektoren wollte ich schon lange und stehen momentan ganz oben auf meienr Wishlist :)

LootieLoo's plastic world

7. Januar 2016 um 21:19

Das sind sehr sehr schöne Models und vor allem das letzte Mädchen ist wunderschön! Liebe Grüße, Anja, www.modewahnsinn.de

8. Januar 2016 um 13:24

Was für schöne Fotos & tolle Tipps! :)
Alles Liebe, Salo

8. Januar 2016 um 15:31

Danke dir! Ja, ein Reflektor ist wirklich unheimlich wichtig! Das unterschätzt man gern :)!

8. Januar 2016 um 15:33

Danke :)!

8. Januar 2016 um 15:34

Danke dir :)!

Lea
20. Januar 2016 um 22:15

das sind wirklich tolle Tipps und ich mag die Fotos alle total gerne :)

2. März 2016 um 19:39

Ich finde insbesondere diese Fenster-Reflexion-Bilder toll. Bis jetzt hatte ich noch nicht die Möglichkeit, solche Bilder aufzunehmen. Sie stehen allerdings ganz oben auf meine To Do Liste :)

Lieben Gruß ♥

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